NewsBobo.de

Mann wegen Messerattacke in deutschem Zug festgenommen; 2 Tote, 7 Verletzte

Berlin — Ein messerschwingender Mann, der als staatenloser Palästinenser beschrieben wird, hat in einem Zug in Norddeutschland zwei Menschen tödlich erstochen und sieben weitere verletzt, bevor er von Fahrgästen gepackt und von der Polizei festgenommen wurde, sagten Beamte. Das Motiv des Angriffs vom Mittwoch war zunächst nicht bekannt.

Die Bundespolizei sagte, der Verdächtige habe kurz vor der Ankunft eines Regionalzuges von Kiel nach Hamburg am Bahnhof Brokstedt mehrere Fahrgäste mit einem Messer angegriffen.

Polizeisprecher Jürgen Henningsen aus der nahe gelegenen Stadt Flensburg sagte, zwei der erstochenen Personen seien nach dem Angriff gestorben. Drei wurden schwer und vier weitere leicht verletzt. Zur Identität der Opfer wurden keine Angaben gemacht.

Auch der Angreifer sei verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser zeigte sich schockiert über den brutalen Angriff.

„Der Messerangriff in einem Regionalzug ist eine schockierende Nachricht. Alle unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser schrecklichen Tat und ihren Familien“, sagte sie.

„Die Hintergründe der Tat werden jetzt mit Hochdruck ermittelt“, fügte Faeser hinzu. „Ich möchte der Polizei und den Rettungskräften, die reagiert haben, aufrichtig danken.“

Die Behörden sagten, sie seien erstmals kurz vor 15 Uhr auf den Vorfall aufmerksam geworden, als mehrere Passagiere im Zug Notrufe bei der Polizei absetzten. Die Polizei sagte, der Zug sei angehalten und der Angreifer außerhalb des Zuges festgehalten worden, nachdem ihn mehrere Fahrgäste festgehalten hatten, bis Beamte eintrafen, um ihn festzunehmen.

Die Innenministerin des Landes Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack, verurteilte den Angriff.

„Es ist schrecklich“, sagte Sütterlin-Waack dem NDR. „Wir sind schockiert und entsetzt, dass so etwas passiert ist.“

  Mekong-Dorfbewohner landen den schwersten Süßwasserfisch aller Zeiten

Später sagte sie der dpa, der Angreifer sei ein staatenloser 33-jähriger Palästinenser gewesen.

Die Landespolizei und die Bundespolizei waren vor Ort, die Staatsanwaltschaft ermittelt zu dem Angriff, berichtete der NDR.

In dem Zug befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs etwa 120 Fahrgäste, berichtete dpa. Etwa 70 von ihnen wurden nach dem Vorfall von der Polizei in einem nahe gelegenen Restaurant verhört. Auch mehrere Spurensicherungsteams waren vor Ort, Ermittler in weißen Schutzanzügen arbeiteten in der Nähe der Gleise und des Bahnhofs.

Andere gingen mit Kameras über den Bahnsteig, neben dem der Regionalzug „RE70 Hamburg Hbf“, in dem der Anschlag stattfand, angehalten wurde. Eine wenige Meter vom Bahnhof entfernt gelegene Bäckerei versorgte Rettungskräfte und Passagiere mit Heißgetränken und Backwaren, berichtete dpa.

Der Bahnhof in Brokstedt war für mehrere Stunden gesperrt und der Zugverkehr in ganz Norddeutschland verzögert.

Der Bahnbetreiber Deutsche Bahn sprach am Mittwochabend sein Beileid aus und sagte: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Wir wünschen den Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung.“

Quellenlink

Andreas Freitag

Advertisements

Most popular